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Deutschland

Paul Flechsig

1847–1929

Deutscher Psychiater und Hirnforscher

In der Geschichte der Psychologie taucht Paul Flechsig als deutscher Psychiater und Hirnforscher auf. Geboren wurde Flechsig am 29. Juni 1847 in Zwickau. Sterbeort war Leipzig, Todesdatum der 22. Juli 1929.

Werdegang

Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Universität Leipzig. Beruflich tätig war Flechsig unter anderem an Universität Leipzig.

Wer prägte wen?

Geprägt wurde die Ausbildung von Theodor Meynert. Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Richard Arwed Pfeifer.

Anerkennung

Als Mitglied ist Flechsig bei Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften, Alte Leipziger Landsmannschaft Afrania, Sächsische Akademie der Wissenschaften und Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina verzeichnet.

Warum der Name bis heute fällt

Paul Flechsig war Psychiater und Hirnforscher in Leipzig. Er untersuchte, in welcher Reihenfolge die Nervenfasern im Gehirn Myelinscheiden erhalten, eine Isolierschicht, die ihre Leitfähigkeit verbessert. Daraus schloss er, dass sich Hirnbereiche in einer festen Folge entwickeln: Zuerst reifen Zentren für Sinneswahrnehmung und Bewegung, später die Assoziationsareale, die er mit höheren geistigen Leistungen in Verbindung brachte. Diese Beobachtung beeinflusste die Entwicklungsneurologie und die Lehre von der Lokalisation von Funktionen.

Flechsig ist darüber hinaus durch seine Rolle in einem berühmten Fall bekannt: Er behandelte Daniel Paul Schreber, dessen „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ später von Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und anderen als Beispiel für die Deutung von Wahnvorstellungen gelesen wurden. Schreber sah in Flechsig einen Verfolger. Flechsigs Modell der Hirnreifung ist heute überholt, die Methode der Myelinisierungsstudien aber wird weiter genutzt.

Lehrer und Schüler

Lehrer und Doktorväter

Schüler und Doktoranden

  • Richard Arwed Pfeifer

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.