Henri Piéron
1881–1964
Französischer Psychologe
In der Geschichte der Psychologie taucht Henri Piéron als französischer Psychologe auf. Paris ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 18. Juli 1881. Das Leben endete am 6. November 1964 in Paris.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Beruflich tätig war Piéron unter anderem an Collège de France.
Woran gearbeitet wurde
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Physiologie.
Ehrungen
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Ritter der französischen Ehrenlegion. Als Mitglied ist Piéron bei National Academy of Sciences, American Academy of Arts and Sciences und Société zoologique de France verzeichnet.
Bedeutung für die Psychologie
Henri Piéron war ein französischer Psychologe und Physiologe. Er leitete in Paris das Institut de psychologie und lehrte am Collège de France. Er gehörte zu den Gründern der französischen experimentellen Psychologie, die er stark an die Physiologie anlehnte, und forschte vor allem zur Sinnesphysiologie, etwa zu Reaktionszeiten, Sehen und Schlaf.
Piéron vertrat eine objektive Psychologie, die sich auf Verhalten stützt und nicht auf Introspektion, und stand damit dem Behaviorismus nahe, den er in Frankreich beeinflusste. Er setzte sich für die Verbindung von Forschung und Berufsberatung ein und gründete die Berufsberatung als Disziplin mit. Sein „Vocabulaire de la psychologie“ war ein wichtiges Nachschlagewerk. Zu den Schlafforschern gehört er wegen früherer Experimente mit Hunden, in denen er Substanzen im Gehirn für das Schlafbedürfnis annahm. Dieser Gedanke wurde später aufgegriffen.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Ritter der französischen Ehrenlegion
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.