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Vereinigte Staaten

Floyd Allport

1890–1979

US-amerikanischer Sozialpsychologe

Floyd Allport – US-amerikanischer Sozialpsychologe. Die Lebensgeschichte beginnt am 22. August 1890 in Milwaukee. Gestorben ist Allport am 15. Oktober 1979 in Los Altos.

Werdegang

Studiert bzw. ausgebildet wurde an Harvard University. Wichtige berufliche Stationen waren University of California, Berkeley und Syracuse University.

Wer prägte wen?

Als Einflüsse nennt Wikidata Edwin Holt.

Bedeutung für die Psychologie

Floyd Allport gilt als Begründer der experimentellen Sozialpsychologie. In seinem Lehrbuch „Social Psychology“ von 1924 forderte er, soziale Phänomene mit den Methoden der Naturwissenschaften zu untersuchen und das Verhalten von Individuen in den Mittelpunkt zu stellen. Konzepte wie ein „Gruppengeist“ oder eine „Massenseele“ lehnte er ab, weil sie sich nicht auf das Handeln einzelner Personen zurückführen lassen. Damit prägte er einen individualistischen Zugang der amerikanischen Sozialpsychologie.

Er untersuchte die soziale Erleichterung: Menschen erbringen bei einfachen Aufgaben in Anwesenheit anderer oft bessere Leistungen. Mit Daniel Katz beschrieb er außerdem die pluralistische Ignoranz, bei der viele Menschen eine Einstellung privat ablehnen, aber glauben, die Mehrheit unterstütze sie. Später befasste er sich mit der Wahrnehmung von Sozialstrukturen. Sein Bruder Gordon Allport wurde ebenfalls ein bedeutender Psychologe. Kritik an Floyd Allport betrifft die Vernachlässigung gruppenspezifischer Prozesse; sie bleiben Gegenstand der Forschung.

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.