Timothy Leary
1920–1996
US-amerikanischer Psychologe und Autor
Timothy Leary – US-amerikanischer Psychologe und Autor. Geboren wurde Leary am 22. Oktober 1920 in Springfield. Gestorben ist Leary am 31. Mai 1996 in Beverly Hills.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Die akademische Ausbildung führte an University of California, Berkeley, College of the Holy Cross, University of Alabama und Washington State University. Beruflich tätig war Leary unter anderem an Harvard University, University of California, Berkeley und Kaiser Family Foundation.
Fachliche Schwerpunkte
Inhaltlich ging es vor allem um Psychologie.
Warum der Name bis heute fällt
Timothy Leary begann als Persönlichkeitspsychologe und entwickelte in den 1950er-Jahren ein Modell zwischenmenschlichen Verhaltens, den Interpersonalen Zirkumplex, bei dem Verhaltensweisen auf zwei Achsen, Dominanz und Zuneigung, angeordnet werden. Dieses Modell beeinflusste die Persönlichkeits- und Psychotherapieforschung. Seine Studien wurden später aber überlagert von dem, was ihn öffentlich bekannt machte.
In den 1960er-Jahren begann er an der Harvard University mit psychedelischen Substanzen wie Psilocybin zu experimentieren. Er verlor 1963 seine Stelle und wurde zu einer Symbolfigur der Gegenkultur, mit dem Slogan „Turn on, tune in, drop out“. Seine Forschung war methodisch kritisiert worden, und seine Rolle trug dazu bei, dass Psychedelika-Forschung jahrzehntelang als belastet galt. Erst in den letzten Jahren wird sie unter strengen Bedingungen wieder aufgenommen. Er bleibt eine umstrittene Figur zwischen Wissenschaft, Aktivismus und Selbstinszenierung.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.