Wilhelm Dilthey
1833–1911
Deutscher Philosoph, Pädagoge, Psychologe, Kulturhistoriker
Wilhelm Dilthey – deutscher Philosoph, Pädagoge, Psychologe, Kulturhistoriker. Die Lebensgeschichte beginnt am 19. November 1833 in Biebrich. Gestorben ist Dilthey am 1. Oktober 1911 in Seis am Schlern.
Werdegang
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Humboldt-Universität zu Berlin. Beruflich tätig war Dilthey unter anderem an Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Breslau und Universität Basel.
Arbeitsgebiete
Die Arbeitsgebiete umfassen Philosophie. Geistig verortet ist Dilthey in Westliche Philosophie.
Lehrer und Schüler
Zu den Schülerinnen und Schülern bzw. Promovierenden gehören Eberhard Gothein, Georg Misch, Richard Hamann und Leo Baeck. Als Einflüsse nennt Wikidata John Stuart Mill und Friedrich Schleiermacher.
Ehrungen
Für das Werk gab es Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Als Mitglied ist Dilthey bei Bayerische Akademie der Wissenschaften und Preußische Akademie der Wissenschaften verzeichnet.
Warum der Name bis heute fällt
Wilhelm Dilthey war Philosoph und Kulturhistoriker. Er entwarf die Geisteswissenschaften als eigenständigen Bereich neben den Naturwissenschaften und prägte die Unterscheidung zwischen Erklären und Verstehen. Natur werde erklärt, das Seelenleben und die Kultur dagegen verstanden. In den „Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie“ von 1894 forderte er, Psychologie solle den Lebenszusammenhang des Menschen beschreiben, statt ihn in Elemente zu zerlegen.
Damit wandte er sich gegen die experimentelle und erklärende Psychologie seiner Zeit. Seine verstehende Psychologie beeinflusste Eduard Spranger, Karl Jaspers und die Hermeneutik. Der Gegensatz von Verstehen und Erklären prägt bis heute die Debatte um qualitative und quantitative Methoden in der Psychologie, etwa in der Psychotherapie und Psychopathologie. Kritiker halten sein Konzept für wenig methodisch klar. Dilthey ist damit ein Wegbereiter der Lebensphilosophie und der geisteswissenschaftlichen Psychologie.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
- Eberhard Gothein
- Georg Misch
- Richard Hamann
- Leo Baeck
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.