Wilhelm Griesinger
1817–1868
Deutscher Psychiater und Internist
Kurz gesagt: Wilhelm Griesinger war deutscher Psychiater und Internist. Die Lebensgeschichte beginnt am 29. Juli 1817 in Stuttgart. Sterbeort war Berlin, Todesdatum der 26. Oktober 1868.
Ausbildung und Stationen
Die akademische Ausbildung führte an Eberhard Karls Universität Tübingen und Universität Zürich. Als Arbeitgeber sind Eberhard Karls Universität Tübingen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Charité und Humboldt-Universität zu Berlin verzeichnet.
Forschungsschwerpunkte
Als Fachgebiete sind Psychiatrie angegeben.
Wer prägte wen?
Betreut wurden unter anderem Carl Westphal.
Preise und Akademien
Aufgenommen wurde Griesinger in Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften.
Warum der Name bis heute fällt
Wilhelm Griesinger war ein deutscher Psychiater und Internist, der die Psychiatrie im 19. Jahrhundert als medizinisches Fach neu ausrichtete. In seinem Lehrbuch „Die Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten“ von 1845 vertrat er die Auffassung, dass psychische Krankheiten Erkrankungen des Gehirns seien. Damit wandte er sich gegen die damals verbreitete Deutung als moralische oder seelische Verfehlung.
Er setzte sich für eine Behandlung in offeneren Einrichtungen mit weniger Zwang ein und forderte, dass Psychiatrie an Universitäten gelehrt wird, möglichst in Verbindung mit der Neurologie. 1865 gründete er in Berlin das „Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten“. Zu seinen Schülern gehörte Carl Westphal. Seine hirnorientierte Sicht prägte die deutsche Psychiatrie und bildete die Basis der späteren Schule von Emil Kraepelin. Kritisiert wurde später, dass die enge Hirnpathologie die psychologischen und sozialen Aspekte vernachlässigte.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.