Theodor Lipps
1851–1914
Deutscher Philosoph und Psychologe
Theodor Lipps war deutscher Philosoph und Psychologe. Geboren wurde Lipps am 28. Juli 1851 in Wallhalben. Gestorben ist Lipps am 17. Oktober 1914 in München.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Ludwig-Maximilians-Universität München und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Fachliche Schwerpunkte
Inhaltlich ging es vor allem um Philosoph.
Einflüsse und Nachfolger
Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Aloys Fischer.
Preise und Akademien
Mitgliedschaften bestanden in Bayerische Akademie der Wissenschaften und Schwarzburgbund.
Warum der Name bis heute fällt
Theodor Lipps war Philosoph und Psychologe in München und prägte die Theorie der „Einfühlung“. In seiner Ästhetik und Psychologie beschrieb er, wie wir uns beim Betrachten von Kunst oder bei der Wahrnehmung anderer innerlich in das Beobachtete hineinversetzen und dessen Bewegungen oder Gefühle nacherleben. Daraus entwickelte er eine Erklärung dafür, wie wir fremdes Seelenleben verstehen. Der Begriff wurde später ins Englische als „empathy“ übertragen und gab der heutigen Empathieforschung ihren Namen.
Lipps stand zudem für den Psychologismus, die Auffassung, dass logische und ethische Gesetze auf psychologischen Tatsachen beruhen; Edmund Husserl kritisierte dies scharf und trug damit zur Entstehung der Phänomenologie bei. Auch Sigmund Freud bezog sich auf Lipps' Gedanken zum Unbewussten. Seine Einfühlungstheorie ist über die Ästhetik hinaus in die Sozialpsychologie und Psychotherapie eingeflossen, wo sie heute mit Spiegelneuronen und Theory-of-Mind-Forschung neu diskutiert wird.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
- Aloys Fischer
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.