Robert Lifton
1926–2025
US-amerikanischer Psychiater und Autor
In der Geschichte der Psychologie taucht Robert Lifton als US-amerikanischer Psychiater und Autor auf. Brooklyn ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 16. Mai 1926. Sterbeort war Truro, Todesdatum der 4. September 2025.
Akademische Stationen
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Cornell University und Weill Cornell Medical College. Als Arbeitgeber sind Harvard University und John Jay College of Criminal Justice verzeichnet.
Forschungsschwerpunkte
Die Arbeitsgebiete umfassen Psychiatrie und Psychohistorie. Bekannte Werke sind Ärzte im Dritten Reich.
Einflüsse und Nachfolger
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Erik H. Erikson verzeichnet.
Preise und Akademien
Für das Werk gab es Oskar-Pfister-Preis, National Book Award und Guggenheim-Stipendium. Als Mitglied ist Lifton bei American Academy of Arts and Sciences verzeichnet.
Der Beitrag zum Fach
Robert Jay Lifton war Psychiater und Wissenschaftler und erforschte, wie Menschen extreme historische Erfahrungen verarbeiten. Er studierte bei Erik Erikson. In „Thought Reform and the Psychology of Totalism“ untersuchte er die Methoden der Umerziehung in China, die oft als Gehirnwäsche bezeichnet wurden, und beschrieb acht Merkmale totalitärer Milieus. In „Death in Life“ befragte er Überlebende der Atombombe von Hiroshima und prägte den Begriff des „psychischen Abstumpfens“.
In „Ärzte im Dritten Reich“ analysierte er, wie Mediziner an nationalsozialistischen Verbrechen mitwirken konnten, und führte das Konzept der „Doppelung“ ein, bei dem Menschen eine zweite, abgespaltene Persönlichkeit entwickeln, die Gewalt ermöglicht. Er arbeitete mit Veteranen des Vietnamkrieges und trug dazu bei, dass die posttraumatische Belastungsstörung in die offiziellen Diagnosekataloge aufgenommen wurde. Kritiker bemängeln, dass seine Methoden auf Interviews beruhen und wenig quantitativ sind.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
Werke
- Ärzte im Dritten Reich
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Oskar-Pfister-Preis
- National Book Award
- Guggenheim-Stipendium
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.