Narziß Ach
1871–1946
Deutscher Psychologe und Hochschullehrer
Kurz gesagt: Narziß Ach war deutscher Psychologe und Hochschullehrer. Ermershausen ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 29. Oktober 1871. Sterbeort war München, Todesdatum der 25. Juli 1946.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Wichtige berufliche Stationen waren Georg-August-Universität Göttingen und Philipps-Universität Marburg.
Woran gearbeitet wurde
Inhaltlich ging es vor allem um Philosophie.
Ehrungen
Als Mitglied ist Ach bei Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und Corps Moenania Würzburg verzeichnet.
Einordnung
Narziß Ach war ein deutscher Psychologe und gehörte zur Würzburger Schule um Oswald Külpe. Er widmete sich der Psychologie des Willens, die zu seiner Zeit kaum erforscht war. In seinem Werk „Über die Willenstätigkeit und das Denken“ von 1905 untersuchte er mit Experimenten, wie Menschen Vorsätze verwirklichen. Dabei beschrieb er die „determinierende Tendenz“: Ein vorher gefasster Auftrag wirkt unbewusst fort und steuert Handlungen und Gedanken, auch wenn man nicht mehr an ihn denkt.
Ach lehrte später in Königsberg und Göttingen. Seine Arbeiten zur Willenspsychologie beeinflussten Kurt Lewin und spätere Forschungen zu Motivation und Handlungssteuerung. Die Methode der systematischen Selbstbeobachtung war umstritten. Zudem wird sein Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch betrachtet. Der Begriff der determinierenden Tendenz lebt in modernen Konzepten wie Handlungsplanung und Implementierungsabsichten fort.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.