Wanda Półtawska
1921–2023
Polnische Psychiaterin und KZ-Überlebende
Kurz gesagt: Wanda Półtawska war polnische Psychiaterin und KZ-Überlebende. Geboren wurde Półtawska am 2. Oktober 1921 in Lublin. Das Leben endete am 24. Oktober 2023 in Krakau.
Akademische Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Jagiellonen-Universität. Beruflich tätig war Półtawska unter anderem an Jagiellonen-Universität.
Fachliche Schwerpunkte
Als Fachgebiete sind Psychiatrie, Medizin und Arzt angegeben.
Anerkennung
Für das Werk gab es Pro Ecclesia et Pontifice, Kustos des Nationalen Gedenkens, Gregoriusorden Komtur mit Stern, Komtur mit Stern des Ordens Polonia Restituta, Zeuge der Geschichte und Orden des Weißen Adlers. Als Mitglied ist Półtawska bei Päpstlicher Rat für die Familie und Päpstliche Akademie für das Leben verzeichnet.
Einordnung
Wanda Półtawska war eine polnische Psychiaterin, die als junge Frau Widerstandskämpferin war und das Konzentrationslager Ravensbrück überlebte. Dort wurde sie Opfer medizinischer Versuche. Nach dem Krieg studierte sie Medizin und arbeitete in Krakau als Psychiaterin und Hochschullehrerin. Sie befasste sich mit den Spätfolgen der Lagerhaft und gehörte zu den ersten, die das sogenannte KZ-Syndrom wissenschaftlich beschrieben.
Später engagierte sie sich in der katholischen Familienberatung und gründete in Krakau ein Institut für Familienfragen. Sie war eng mit Karol Wojtyła befreundet, dem späteren Papst Johannes Paul II. Ihre Positionen zu Sexualität und Familie sind von katholischer Lehre geprägt; sie wurden teils kritisiert, etwa wegen ihrer Haltung zur Homosexualität. In der Geschichte der Psychotraumatologie ist sie als Zeitzeugin und Forscherin zu den Folgen von Verfolgung von Bedeutung.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Pro Ecclesia et Pontifice
- Kustos des Nationalen Gedenkens
- Gregoriusorden Komtur mit Stern
- Komtur mit Stern des Ordens Polonia Restituta
- Zeuge der Geschichte
- Orden des Weißen Adlers
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.