Ursula Lehr
1930–2022
Deutsche Psychologin und Politikerin, MdB, Bundesministerin
In der Geschichte der Psychologie taucht Ursula Lehr als deutsche Psychologin und Politikerin, MdB, Bundesministerin auf. Frankfurt am Main ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 5. Juni 1930. Sterbeort war Bonn, Todesdatum der 25. April 2022.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Goethe-Universität Frankfurt am Main und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Beruflich tätig war Lehr unter anderem an Universität zu Köln, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Forschungsschwerpunkte
Inhaltlich ging es vor allem um Politik, Psychologie und Gerontologie.
Preise und Akademien
Zu den Ehrungen zählen Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg, Hessischer Verdienstorden, Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Ehrendoktor der Universität Freiburg (Schweiz). Als Mitglied ist Lehr bei Sächsische Akademie der Wissenschaften und Österreichische Akademie der Wissenschaften verzeichnet.
Bedeutung für die Psychologie
Ursula Lehr gilt als eine der Begründerinnen der Gerontologie in Deutschland. Die Psychologin lehrte in Köln, Bonn und Heidelberg und untersuchte, wie Menschen altern und welche Faktoren ein zufriedenes Alter begünstigen. In ihrem Lehrbuch „Psychologie des Alterns“ stellte sie das Altern nicht als bloßen Abbau dar, sondern als Prozess, der von Persönlichkeit, Bildung, Gesundheit, sozialen Beziehungen und Lebensumständen beeinflusst wird und Entwicklungsmöglichkeiten enthält.
Neben der Forschung war sie politisch tätig: Sie war von 1988 bis 1991 Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit und engagierte sich später in Verbänden der Seniorenarbeit. Sie warb für ein positives Altersbild und für Prävention, Bildung und Teilhabe im Alter. Ihre Forschung beeinflusste Altenhilfe, Sozialpolitik und das gesellschaftliche Bild vom Alter. Kritiker merkten an, ein allzu optimistisches Bild des „aktiven Alters“ könne Pflegebedürftigkeit und Verletzlichkeit unterschätzen.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
- Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg
- Hessischer Verdienstorden
- Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- Ehrendoktor der Universität Freiburg (Schweiz)
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.