Paul Schilder
1886–1940
Österreichischer Psychiater, Psychoanalytiker und Publizist
In der Geschichte der Psychologie taucht Paul Schilder als österreichischer Psychiater, Psychoanalytiker und Publizist auf. Die Lebensgeschichte beginnt am 15. Februar 1886 in Wien. Sterbeort war New York City, Todesdatum der 8. Dezember 1940.
Akademische Stationen
Die akademische Ausbildung führte an Universität Wien. Beruflich tätig war Schilder unter anderem an Universität Wien.
Arbeitsgebiete
Die Arbeitsgebiete umfassen Psychiatrie, Philosophie, Medizin, Neurologie und Psychoanalyse.
Bedeutung für die Psychologie
Paul Schilder war ein Psychiater, Neurologe und Psychoanalytiker, der in Wien arbeitete und später nach New York emigrierte. Er verband Neurologie, Psychoanalyse und Philosophie und untersuchte vor allem das Körperbild, das er zunächst „Körperschema“ nannte: die innere Vorstellung, die Menschen vom eigenen Körper haben. Sie wird durch Wahrnehmung, Gefühle, Beziehungen und soziale Erfahrungen geformt und kann bei neurologischen Schäden und psychischen Störungen verändert sein.
Sein Buch „The Image and Appearance of the Human Body“ von 1935 ist ein früher Klassiker der Forschung zum Körperbild und wirkt in Themen wie Essstörungen, Phantomgliedern und Körperdysmorphie fort. Außerdem setzte er sich früh für die Gruppenpsychotherapie ein, die er in Kliniken erprobte. Nach ihm ist ferner eine seltene Hirnerkrankung benannt. Er starb 1940 bei einem Verkehrsunfall. Seine Theorien beruhten stark auf Beobachtung und Deutung; zu seiner Zeit wirkten sie als Brücke zwischen Neurologie und Psychoanalyse.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.