Zum Inhalt springen

Vereinigte Staaten

Pascal Boyer

geb. 2000

Französischer Psychologe und Anthropologe

Kurz gesagt: Pascal Boyer ist französischer Psychologe und Anthropologe. Frankreich ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist das Jahr 2000.

Werdegang

Studiert bzw. ausgebildet wurde an St John’s College und Universität Paris-Nanterre. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Washington University in St. Louis.

Forschungsschwerpunkte

Die Arbeitsgebiete umfassen Religion, Anthropologie, Sozialanthropologie, Religionsanthropologie, Kognitionswissenschaft und evolutionäre Psychologie.

Einflüsse und Nachfolger

Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Éric de Dampierre verzeichnet.

Preise und Akademien

Zu den Ehrungen zählen Guggenheim-Stipendium. Aufgenommen wurde Boyer in American Academy of Arts and Sciences.

Warum der Name bis heute fällt

Pascal Boyer ist ein französischer Anthropologe und Psychologe, der an der Washington University in St. Louis lehrt. Er gehört zu den Hauptvertretern der kognitiven Religionswissenschaft. Sein Buch „Religion Explained“ (2001) erklärt religiöse Vorstellungen aus allgemeinen Eigenschaften des menschlichen Denkens: Gedanken über Götter, Geister und Ahnen seien leicht zu merken und zu verbreiten, weil sie zu intuitiven Annahmen über Handelnde passen und diese nur leicht verletzen.

Demnach braucht Religion keine eigene Fähigkeit des Gehirns, sondern ergibt sich aus Systemen, die für andere Aufgaben entwickelt wurden, etwa der Erkennung von Absichten. Boyer arbeitete auch zur Erinnerung, zur Evolutionspsychologie sozialer Gruppen und zu rituellen Handlungen. Kritiker halten die Erklärung für zu schwach, um kulturelle Unterschiede zu erfassen, und bemängeln die dünne empirische Basis. Das Werk hat dennoch die Debatte über die Entstehung von Religion nachhaltig angeregt.

Lehrer und Schüler

Lehrer und Doktorväter

  • Éric de Dampierre

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Guggenheim-Stipendium

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.