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Vereinigte Staaten

Nancy Chodorow

1944–2025

US-amerikanische Soziologin, Psychoanalytikerin und Feministin

Kurz gesagt: Nancy Chodorow war US-amerikanische Soziologin, Psychoanalytikerin und Feministin. Die Lebensgeschichte beginnt am 20. Januar 1944 in New York City. Das Todesdatum ist der 14. Oktober 2025.

Ausbildung und Stationen

Die akademische Ausbildung führte an Harvard University, Brandeis University und Radcliffe College. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an University of California, Berkeley.

Fachliche Schwerpunkte

Die Arbeitsgebiete umfassen Psychologie, Soziologie, Feminismus, Psychoanalyse und Gender Studies.

Akademisches Netzwerk

Geprägt wurde die Ausbildung von Egon Bittner und Philip Slater.

Preise und Akademien

Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Guggenheim-Stipendium.

Einordnung

Nancy Chodorow ist Soziologin und Psychoanalytikerin und eine Vertreterin der feministischen Psychoanalyse. In „The Reproduction of Mothering“ von 1978 untersuchte sie, warum Frauen in vielen Gesellschaften überwiegend die Sorgearbeit leisten. Mit Hilfe der Objektbeziehungstheorie argumentierte sie, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Beziehungen zu ihrer Hauptbezugsperson, meist der Mutter, entwickeln: Mädchen bleiben stärker verbunden, Jungen grenzen sich ab. Daraus entstehen unterschiedliche Persönlichkeitsmuster.

Die These beeinflusste die Frauen- und Geschlechterforschung, die Psychoanalyse und die Debatte um gemeinsame Elternschaft von Müttern und Vätern. Kritiker bemängeln, sie verallgemeinere die Verhältnisse der westlichen Mittelschichtfamilie, übersehe Unterschiede zwischen Kulturen und Familienformen und sei empirisch kaum belegt. Chodorow reagierte später mit differenzierteren Arbeiten zu Individualität und Geschlechtsidentität. Ihr Werk bleibt ein Bezugspunkt für Fragen, wie Geschlechterrollen in der Kindheit entstehen.

Lehrer und Schüler

Lehrer und Doktorväter

  • Egon Bittner
  • Philip Slater

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Guggenheim-Stipendium

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.