Carol Gilligan
geb. 1936
US-amerikanische Psychologin mit feministischer Ethik
In der Geschichte der Psychologie taucht Carol Gilligan als US-amerikanische Psychologin mit feministischer Ethik auf. New York City ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 28. November 1936.
Ausbildung und Stationen
Die akademische Ausbildung führte an Harvard University, Radcliffe College und Swarthmore College. Wichtige berufliche Stationen waren Harvard University, University of Cambridge und New York University.
Fachliche Schwerpunkte
Die Arbeitsgebiete umfassen Feminismus und Gender Studies.
Ehrungen
Zu den Ehrungen zählen Heinz Awards, Grawemeyer Awards und Ehrendoktor der Vrije Universiteit Brussel.
Der Beitrag zum Fach
Carol Gilligan ist Psychologin und eine der prägenden Stimmen der feministischen Ethik. Sie arbeitete zunächst mit Lawrence Kohlberg und kritisierte dessen Stufentheorie der Moralentwicklung. In ihrem Buch „Die andere Stimme“ argumentierte sie, dass Kohlberg moralisches Urteilen vor allem an Gerechtigkeit und abstrakten Prinzipien misst und damit eine Perspektive bevorzugt, die eher mit Männern assoziiert wird. Daneben stellte sie die Ethik der Fürsorge, in der Beziehungen, Verantwortung und Rücksicht im Vordergrund stehen.
Später untersuchte sie die Entwicklung von Mädchen in der Pubertät und beschrieb einen Verlust an Selbstvertrauen und Offenheit, den sie auf gesellschaftlichen Druck zurückführte. Ihre Arbeit regte die Frauen- und Geschlechterforschung in der Psychologie an und beeinflusste Pädagogik und Pflegeethik. Empirisch wurde sie kritisiert: Spätere Studien fanden weniger deutliche Geschlechterunterschiede im moralischen Urteilen, als ihre Theorie nahelegte. Gilligan selbst betont, dass beide Perspektiven bei beiden Geschlechtern vorkommen.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Heinz Awards
- Grawemeyer Awards
- Ehrendoktor der Vrije Universiteit Brussel
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.