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Norwegen

Leo Eitinger

1912–1996

Tschechischer und norwegischer Psychiater (1912–1996)

In der Geschichte der Psychologie taucht Leo Eitinger als tschechischer und norwegischer Psychiater (1912–1996) auf. Die Lebensgeschichte beginnt am 21. Dezember 1912 in Lomnice u Tišnova. Das Leben endete am 22. Oktober 1996 in Oslo.

Wo gelernt und gearbeitet wurde

Studiert bzw. ausgebildet wurde an Masaryk-Universität. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Universität Oslo.

Preise und Akademien

Zu den Ehrungen zählen Fritt-Ord-Preis und Kommandeur des Sankt-Olav-Ordens.

Bedeutung für die Psychologie

Leo Eitinger war ein tschechisch-norwegischer Psychiater, der selbst mehrere nationalsozialistische Lager, darunter Auschwitz, überlebte. Nach dem Krieg ging er nach Norwegen und wurde Professor für Psychiatrie in Oslo. Er untersuchte die langfristigen seelischen Folgen von Verfolgung und Lagerhaft bei Überlebenden und beschrieb Symptome wie Angst, Depression, Schlafstörungen und Erschöpfung, die oft viele Jahre anhielten. Damit trug er maßgeblich zum Verständnis des sogenannten KZ-Syndroms bei.

Seine Studien zeigten, dass Gewalt und Entwurzelung bleibende psychische Folgen haben, und lenkten den Blick auf die Notwendigkeit, Opfer von Verfolgung angemessen zu behandeln und zu entschädigen. Später befasste er sich mit der Psychiatrie von Flüchtlingen und Migranten. Seine Arbeit gilt als Grundlage der Traumaforschung und der Forschung zur posttraumatischen Belastungsstörung. Er schrieb zudem über Antisemitismus und seine Erfahrungen. Eitinger gilt als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Erinnerungskultur.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Fritt-Ord-Preis
  • Kommandeur des Sankt-Olav-Ordens

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.