Karl Abraham
1877–1925
Deutscher Psychoanalytiker
Karl Abraham war deutscher Psychoanalytiker. Bremen ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 3. Mai 1877. Das Leben endete am 25. Dezember 1925 in Berlin.
Akademische Stationen
Die akademische Ausbildung führte an Humboldt-Universität zu Berlin und Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Woran gearbeitet wurde
Die Arbeitsgebiete umfassen Psychoanalyse.
Einflüsse und Nachfolger
Zu den Schülerinnen und Schülern bzw. Promovierenden gehören Moshe Wulff.
Preise und Akademien
Mitgliedschaften bestanden in Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft.
Bedeutung für die Psychologie
Karl Abraham war einer der ersten Psychoanalytiker in Deutschland und Mitbegründer der Berliner Psychoanalytischen Vereinigung. Er gehörte zum engen Kreis um Sigmund Freud und prägte die Ausbildung und Institutionalisierung des Fachs. Zu seinen Schülern zählte Moshe Wulff. Abraham beschäftigte sich besonders mit der Entwicklung der Libido und führte die Einteilung der frühen Entwicklung in orale, anale und genitale Phasen weiter aus, die in Freuds Phasenmodell eingingen.
Er untersuchte Depression und Manie und sah in der Melancholie eine Störung, die mit oralen Konflikten und verdrängter Wut zusammenhängt. Diese Gedanken griff Freud in „Trauer und Melancholie“ auf. Auch auf Melanie Klein, die er förderte, wirkte er. Seine Charakterstudien zu oralen und analen Typen beeinflussten die Persönlichkeitslehre der Psychoanalyse. Heute gelten viele seiner Phasenzuordnungen als spekulativ, doch seine Rolle als Organisator und Lehrer der frühen Psychoanalyse bleibt unbestritten.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
- Moshe Wulff
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.