Hans Selye
1907–1982
Kanadischer Mediziner österreichischer Herkunft, bekannt geworden als „Vater der Stressforschung“
In der Geschichte der Psychologie taucht Hans Selye als kanadischer Mediziner österreichischer Herkunft, bekannt geworden als „Vater der Stressforschung“ auf. Geboren wurde Selye am 26. Januar 1907 in Wien. Das Leben endete am 16. Oktober 1982 in Montreal.
Werdegang
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Karls-Universität Prag, Johns Hopkins University, McGill University, Philosophische Fakultät der Deutschen Universität Prag und Medizinische Fakultät der Deutschen Universität Prag. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Universität Montreal.
Fachliche Schwerpunkte
Als Fachgebiete sind Biochemie, Medizin, Stress und Endokrinologie angegeben.
Preise und Akademien
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Person of National Historic Significance, Canadian Medical Hall of Fame, Companion des Order of Canada, Ehrendoktorat der Universität Graz und Ehrendoktor der Universität Laval. Mitgliedschaften bestanden in Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.
Was von der Arbeit bleibt
Hans Selye war ein österreichisch-kanadischer Mediziner und Endokrinologe, der als „Vater der Stressforschung“ gilt. Er beobachtete bei Tieren, dass sehr unterschiedliche Belastungen eine ähnliche körperliche Antwort auslösen, und beschrieb 1936 das „Allgemeine Anpassungssyndrom“ mit Alarmreaktion, Widerstandsphase und Erschöpfung. Er führte den Begriff „Stress“ in die Medizin ein und unterschied später zwischen Eustress und Distress.
Sein Modell beeinflusste Psychologie, Psychosomatik und Gesundheitswissenschaft und trug dazu bei, dass chronische Belastung als Gesundheitsrisiko verstanden wird. Spätere Forschung, etwa von Richard Lazarus, betonte die Bewertung durch die Person und relativierte die Annahme einer einheitlichen, unspezifischen Antwort. Selye gründete in Montreal ein Institut für experimentelle Medizin. Der Begriff Burnout und viele Stresskonzepte knüpfen an seine Arbeit an.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Person of National Historic Significance
- Canadian Medical Hall of Fame
- Companion des Order of Canada
- Ehrendoktorat der Universität Graz
- Ehrendoktor der Universität Laval
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.