Eugen Bleuler
1857–1939
Schweizer Psychiater
Eugen Bleuler war Schweizer Psychiater. Geboren wurde Bleuler am 30. April 1857 in Zollikon. Das Leben endete am 15. Juli 1939 in Zollikon.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Universität Zürich. Beruflich tätig war Bleuler unter anderem an Universität Zürich.
Forschungsschwerpunkte
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Psychiatrie.
Wer prägte wen?
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Jean-Martin Charcot verzeichnet. Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Sabina Spielrein, Hermann Rorschach und Carl Gustav Jung. Beeinflusst wurde das Denken von Auguste Forel.
Preise und Akademien
Mitgliedschaften bestanden in Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.
Warum der Name bis heute fällt
Eugen Bleuler leitete die Zürcher Psychiatrische Universitätsklinik Burghölzli und prägte die Psychiatrie der Jahrhundertwende. Er führte 1908 den Begriff „Schizophrenie“ ein, der die ältere „Dementia praecox“ von Emil Kraepelin ablöste. Anders als Kraepelin sah er keine zwangsläufig fortschreitende Verblödung, sondern eine Spaltung seelischer Funktionen mit unterschiedlichen Verläufen. Er unterschied Grundsymptome wie Störungen von Affekt und Denken von Begleitsymptomen wie Wahn und Halluzinationen. Mehr dazu findest du im Eintrag zur Schizophrenie.
Bleuler prägte außerdem Begriffe wie „Ambivalenz“ und „Autismus“, den er allerdings anders verwendete als heutige Fachsprache. Er stand der Psychoanalyse offen gegenüber und förderte ihre Anwendung in der Psychiatrie, was Carl Gustav Jung, Sabina Spielrein und andere in Zürich ermöglichte. Später kam es zum Bruch mit Freud. Als Lehrer vieler Psychiater beeinflusste er die Ausbildung, und seine Begriffe prägen die Klassifikation psychischer Störungen bis heute, auch wenn der Name „Schizophrenie“ wegen des Missverständnisses der „gespaltenen Persönlichkeit“ kritisiert wird.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
Schüler und Doktoranden
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.