Ernst Meumann
1862–1915
Deutscher Experimentalpsychologe
Ernst Meumann – deutscher Experimentalpsychologe. Uerdingen ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 29. August 1862. Gestorben ist Meumann am 26. April 1915 in Hamburg.
Ausbildung und Stationen
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Universität Leipzig und Eberhard Karls Universität Tübingen. Als Arbeitgeber sind Universität Münster, Universität Leipzig und Universität Zürich verzeichnet.
Einflüsse und Nachfolger
Geprägt wurde die Ausbildung von Christoph von Sigwart und Wilhelm Wundt. Zu den Schülerinnen und Schülern bzw. Promovierenden gehören Paul Bode und Georg Reichwein.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Als Mitglied ist Meumann bei Verein Deutscher Studenten zu Bonn verzeichnet.
Der Beitrag zum Fach
Ernst Meumann war ein Schüler Wilhelm Wundts und einer der Begründer der experimentellen Pädagogik. Er forderte, Erziehung und Unterricht auf der Grundlage empirischer Forschung zu gestalten, statt auf Meinungen und Traditionen. Mit seinen „Vorlesungen zur Einführung in die experimentelle Pädagogik“ und der Gründung einer entsprechenden Zeitschrift versuchte er, Methoden der Laborpsychologie in die Schule zu tragen. Er lehrte unter anderem in Zürich, Münster, Halle und Hamburg.
Inhaltlich untersuchte er Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Lernen und Begabung bei Kindern. Er unterschied sich von der Schulphilosophie seiner Zeit, indem er Unterrichtsmethoden prüfte und die individuellen Unterschiede in den Blick nahm. Damit bereitete er die Pädagogische Psychologie und die Bildungsforschung vor. Seine Verfahren waren aus heutiger Sicht einfach, und sein Optimismus gegenüber messbaren Lernfortschritten wurde später relativiert. Er gilt dennoch als Pionier der empirischen Erziehungswissenschaft im deutschsprachigen Raum.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
- Christoph von Sigwart
- Wilhelm Wundt
Schüler und Doktoranden
- Paul Bode
- Georg Reichwein
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.