Elisabeth Young-Bruehl
1946–2011
US-amerikanische Psychotherapeutin
Elisabeth Young-Bruehl war US-amerikanische Psychotherapeutin. Elkton ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 3. März 1946. Sterbeort war Toronto, Todesdatum der 1. Dezember 2011.
Ausbildung und Stationen
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen The New School und Sarah Lawrence College. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Wesleyan University und Haverford College.
Wer prägte wen?
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Hannah Arendt verzeichnet.
Anerkennung
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Guggenheim-Stipendium.
Bedeutung für die Psychologie
Elisabeth Young-Bruehl war eine amerikanische Psychoanalytikerin, Hochschullehrerin und Biografin. Sie studierte bei Hannah Arendt und schrieb mit „Hannah Arendt: Leben und Werk“ deren maßgebliche Biografie. Später verfasste sie auch eine Biografie über Anna Freud.
Als Psychoanalytikerin beschäftigte sie sich mit Vorurteilen. In „The Anatomy of Prejudices“ (1996) argumentierte sie, dass Vorurteile wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unterschiedliche psychische Grundlagen haben, die sie mit hysterischen, zwanghaften und narzisstischen Mustern verband. Damit verband sie Psychoanalyse mit politischer Theorie. Kritisiert wurde, dass diese Typologie zu schematisch sei und sich empirisch kaum prüfen lasse. Sie praktizierte als Analytikerin und lehrte an verschiedenen Hochschulen. Ihr Werk steht für den Versuch, psychoanalytisches Denken auf gesellschaftliche Fragen anzuwenden, und für eine biografische Arbeit, die das Leben von Denkerinnen und Denkern mit ihrer Theorie verbindet. Wegen der Verbindung von Biografie, Theorie und Praxis wird sie in der Geschichte der Psychoanalyse oft genannt.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
- Hannah Arendt
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Guggenheim-Stipendium
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.