Charles E. Osgood
1916–1991
US-amerikanischer Psychologe
Charles E. Osgood war US-amerikanischer Psychologe. Die Lebensgeschichte beginnt am 20. November 1916 in Somerville. Sterbeort war Illinois, Todesdatum der 15. September 1991.
Ausbildung und Stationen
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Yale University. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an University of Illinois at Urbana-Champaign.
Fachliche Schwerpunkte
Die Arbeitsgebiete umfassen Sprachwissenschaft und Kommunikation.
Preise und Akademien
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Guggenheim-Stipendium. Aufgenommen wurde Osgood in National Academy of Sciences und American Academy of Arts and Sciences.
Einordnung
Charles Osgood war ein Psychologe, der sich mit Sprache, Bedeutung und Kommunikation beschäftigte. Sein bekanntester Beitrag ist das semantische Differential: Personen bewerten einen Begriff, etwa „Mutter“ oder „Arbeit“, auf mehreren Skalen mit Gegensatzpaaren wie gut–schlecht, stark–schwach und aktiv–passiv. Aus den Antworten ergaben sich drei Grunddimensionen der emotionalen Bedeutung: Bewertung, Stärke und Aktivität. In „The Measurement of Meaning“ stellte er das Verfahren 1957 vor.
Das Differential wird bis heute in Einstellungsforschung, Marktforschung und Sprachpsychologie als Polaritätsprofil eingesetzt. Osgood war zudem Mitbegründer der Psycholinguistik und beschäftigte sich mit der Frage, wie Menschen und Gesellschaften Konflikte entschärfen können. Für den Kalten Krieg entwarf er die Strategie GRIT, bei der eine Seite kleine, angekündigte und überprüfbare Schritte der Entspannung unternimmt und Gegenschritte erwartet. Kritisiert wird, dass die Skalen kulturell geprägt sind und einzelne Begriffe sehr unterschiedlich gedeutet werden.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Guggenheim-Stipendium
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.