Boris Sidis
1867–1923
US-amerikanischer Psychologe, Psychiater und Psychopathologe
In der Geschichte der Psychologie taucht Boris Sidis als US-amerikanischer Psychologe, Psychiater und Psychopathologe auf. Die Lebensgeschichte beginnt am 12. Oktober 1867 in Berdytschiw. Das Leben endete am 24. Oktober 1923 in Portsmouth.
Werdegang
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Harvard University und Harvard Medical School.
Woran gearbeitet wurde
Inhaltlich ging es vor allem um Psychologie.
Akademisches Netzwerk
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist William James verzeichnet.
Der Beitrag zum Fach
Boris Sidis war ein aus der Ukraine in die USA ausgewanderter Psychologe und Psychiater und studierte bei William James. Er beschäftigte sich mit Suggestion, Hypnose und dem Unterbewussten. In seinem Buch „The Psychology of Suggestion“ von 1898 beschrieb er, wie Menschen in bestimmten Zuständen besonders empfänglich für Einflüsse sind, und dachte über die Rolle der Gruppe bei der Verbreitung von Ideen nach. Damit nahm er Gedanken der Massen- und Sozialpsychologie vorweg.
In der klinischen Arbeit untersuchte er dissoziative Zustände und Mehrfachpersönlichkeit und verfolgte Fälle, in denen traumatische Erlebnisse zu Spaltungen führten. Er wandte sich gegen Sigmund Freuds Betonung der Sexualität und legte großen Wert auf Suggestion und Erschöpfung als Ursachen. Bekannter als er selbst wurde sein Sohn William James Sidis, ein frühreifes Wunderkind, das er nach eigenen Methoden förderte. Das Erbe Boris Sidis' ist heute vor allem historisch, seine Beobachtungen zu Dissoziation fanden in der Traumaforschung wieder Beachtung.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.