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Sowjetunion

Arthur Kronfeld

1886–1941

Deutsch-russischer Psychiater (1886–1941)

In der Geschichte der Psychologie taucht Arthur Kronfeld als deutsch-russischer Psychiater (1886–1941) auf. Berlin ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 9. Januar 1886. Sterbeort war Moskau, Todesdatum der 16. Oktober 1941.

Wo gelernt und gearbeitet wurde

Studiert bzw. ausgebildet wurde an Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Humboldt-Universität zu Berlin.

Forschungsschwerpunkte

Als Fachgebiete sind Psychiatrie angegeben.

Einordnung

Arthur Kronfeld war ein deutscher Psychiater, Psychotherapeut und Sexualwissenschaftler. Er arbeitete in Berlin, war am Institut für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld beteiligt und lehrte später an der Universität. Er suchte eine Verbindung zwischen medizinischer Psychiatrie, Psychotherapie und Philosophie und schrieb Lehrbücher zur Psychotherapie und Charakterkunde. Dabei war er einer der wenigen, die verschiedene Schulen der Tiefenpsychologie, auch die Individualpsychologie Alfred Adlers, in Beziehung setzten.

Als Jude und Sozialist wurde er nach 1933 aus dem Amt gedrängt und emigrierte zunächst in die Sowjetunion. Er nahm sich dort 1941 gemeinsam mit seiner Frau das Leben. Seine Schriften gerieten lange in Vergessenheit und werden seit einigen Jahrzehnten von der Fachgeschichte wiederentdeckt. Sie gelten als Beispiel für eine undogmatische, auf Verständigung angelegte Psychotherapie, die durch den Nationalsozialismus abgebrochen wurde.

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.