Allen Newell
1927–1992
Amerikanischer Informatiker und Kognitionspsychologe
Kurz gesagt: Allen Newell war amerikanischer Informatiker und Kognitionspsychologe. Die Lebensgeschichte beginnt am 19. März 1927 in San Francisco. Sterbeort war Pittsburgh, Todesdatum der 19. Juli 1992.
Ausbildung und Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Princeton University, Stanford University, Carnegie Mellon University und Lowell high school. Beruflich tätig war Newell unter anderem an Carnegie Mellon University und RAND Corporation.
Woran gearbeitet wurde
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Informatik. Bekannte Werke sind Information Processing Language.
Lehrer und Schüler
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Herbert A. Simon verzeichnet. Zu den Schülerinnen und Schülern bzw. Promovierenden gehören Richard Fikes, John E. Laird, James Gillogly, Peter A. Freeman, Charles Forgy, Frank Ritter, Hans Berliner und Milind Tambe.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Zu den Ehrungen zählen Turing Award, National Medal of Science, IEEE Emanuel R. Piore Award, IJCAI Award for Research Excellence, Guggenheim-Stipendium und William James Fellow. Mitgliedschaften bestanden in National Academy of Sciences und American Academy of Arts and Sciences.
Einordnung
Allen Newell war Informatiker und Kognitionspsychologe und studierte bei Herbert Simon. Gemeinsam mit Simon und Cliff Shaw entwickelte er 1955/56 den Logic Theorist, ein Programm, das mathematische Sätze beweisen konnte, und später den General Problem Solver. Sie wollten nicht nur Maschinen intelligent machen, sondern auch zeigen, wie Menschen Probleme lösen: durch Zerlegen in Teilziele und Suchen nach geeigneten Operatoren. Dafür erhielten sie 1975 den Turing Award.
Newell prägte damit die Computermetapher des Geistes und die Kognitionswissenschaft. Später entwickelte er die Kognitive Architektur Soar und forderte in „Unified Theories of Cognition“ umfassende Modelle, die viele Leistungen des Geistes zugleich erklären. Seine Schüler und Mitarbeiter führten die Forschung zu künstlicher Intelligenz fort. Kritiker bemängeln, dass Computerprogramme Denken nicht zwingend erklären und dass das Modell Emotionen und Körper kaum berücksichtigt. Dennoch zählt seine Arbeit zu den Gründungsleistungen von KI und Kognitionspsychologie.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
- Herbert A. Simon
Schüler und Doktoranden
- Richard Fikes
- John E. Laird
- James Gillogly
- Peter A. Freeman
- Charles Forgy
- Frank Ritter
- Hans Berliner
- Milind Tambe
- Paul S. Rosenbloom
- Arthur M. Farley
Werke
- Information Processing Language
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Turing Award
- National Medal of Science
- IEEE Emanuel R. Piore Award
- IJCAI Award for Research Excellence
- Guggenheim-Stipendium
- William James Fellow
- Ehrendoktor der Reichsuniversität Groningen
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.