Geoffrey Hinton
geb. 1947
Britisch-kanadischer Informatiker und Psychologe
Geoffrey Hinton ist britisch-kanadischer Informatiker und Psychologe. Geboren wurde Hinton am 6. Dezember 1947 in Wimbledon.
Werdegang
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Universität von Edinburgh und King’s College. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Google, University of Toronto und Carnegie Mellon University.
Woran gearbeitet wurde
Als Fachgebiete sind maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz, Angewandte Psychologie, künstliches neuronales Netz, Neurowissenschaften und Deep Learning angegeben.
Wer prägte wen?
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Christopher Longuet-Higgins verzeichnet. Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Brendan J. Frey, Ilja Suzkewer, Ruslan Salakhutdinov, Richard S. Zemel, Andriy Mnih, Yee Whye Teh, Jimmy Lei Ba und Christopher K. I. Williams.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Nobelpreis für Physik, Prinzessin-von-Asturien-Preis für wissenschaftliche und technische Forschung, Queen-Elizabeth-Preis für Ingenieurwissenschaften, Frank-Rosenblatt-Preis, IJCAI Award for Research Excellence und BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award. Als Mitglied ist Hinton bei Royal Society, Royal Society of Canada, Association for Computing Machinery, National Academy of Sciences und American Academy of Arts and Sciences verzeichnet.
Einordnung
Geoffrey Hinton ist Informatiker und Kognitionswissenschaftler und studierte zunächst Experimentelle Psychologie. Seine Verbindung zum Fach liegt in der Frage, wie Lernen und Wahrnehmung in neuronalen Netzen funktionieren könnten. Er arbeitete an Lernverfahren für künstliche neuronale Netze, darunter Backpropagation und Modelle wie Boltzmann-Maschinen, und trug maßgeblich dazu bei, dass tiefe Netze ab den 2010er-Jahren praktisch einsetzbar wurden. Dafür erhielt er den Turing Award und gemeinsam mit John Hopfield den Physik-Nobelpreis 2024.
Für die Psychologie sind diese Modelle vor allem als Werkzeug und Denkanstoß relevant. Konnektionistische Ansätze beschreiben Wissen und Lernen als Muster in vernetzten Einheiten, nicht als Regeln und Symbole, und beeinflussten die Kognitionswissenschaft und die Neurowissenschaften. Ob künstliche Netze menschliches Denken tatsächlich abbilden, ist weiter umstritten. Hinton äußert sich zudem öffentlich zu den Risiken fortgeschrittener KI-Systeme, was auch Fragen an Psychologie und Ethik der Mensch-Maschine-Interaktion aufwirft.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
- Christopher Longuet-Higgins
Schüler und Doktoranden
- Brendan J. Frey
- Ilja Suzkewer
- Ruslan Salakhutdinov
- Richard S. Zemel
- Andriy Mnih
- Yee Whye Teh
- Jimmy Lei Ba
- Christopher K. I. Williams
- Carl Edward Rasmussen
- David H. Ackley
- Peter Fitzhugh Brown
- Nitish Srivastava
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Nobelpreis für Physik
- Prinzessin-von-Asturien-Preis für wissenschaftliche und technische Forschung
- Queen-Elizabeth-Preis für Ingenieurwissenschaften
- Frank-Rosenblatt-Preis
- IJCAI Award for Research Excellence
- BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award
- Companion des Order of Canada
- Fellow of the Royal Society
- ACM Fellow
- Ehrendoktor der Universität von Edinburgh
- Turing Award
- Dickson Prize in Science
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.