Albert Ellis
1913–2007
US-amerikanischer Psychologe und kognitiver Verhaltenstherapeut
Albert Ellis – US-amerikanischer Psychologe und kognitiver Verhaltenstherapeut. Geboren wurde Ellis am 27. September 1913 in Pittsburgh. Gestorben ist Ellis am 24. Juli 2007 in New York City.
Akademische Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Columbia University, City University of New York, Baruch College, City College of New York und Teachers College.
Woran gearbeitet wurde
Fachlich lag der Schwerpunkt auf klinische Psychologie. Zugeordnet wird Ellis der Strömung Atheismus, Stoa und Humanismus.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Zu den Ehrungen zählen Humanist des Jahres.
Was von der Arbeit bleibt
Albert Ellis entwickelte in den 1950er-Jahren die Rational-Emotive Therapie, später Rational-Emotive Verhaltenstherapie genannt. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass nicht Ereignisse selbst, sondern die Bewertungen von Ereignissen Gefühle und Verhalten bestimmen. Sein ABC-Modell beschreibt diesen Zusammenhang: Auf ein auslösendes Ereignis folgt eine Überzeugung, und aus ihr ergibt sich die emotionale Reaktion. Ziel der Therapie ist es, starre, unrealistische Überzeugungen zu erkennen, zu hinterfragen und durch hilfreichere zu ersetzen.
Ellis zählt damit zu den Vorläufern der kognitiven Verhaltenstherapie, die später durch Aaron T. Beck weiter ausgebaut wurde. Er arbeitete anfangs als Psychoanalytiker und wandte sich von dieser Methode ab, weil sie ihm zu langwierig erschien. Sein Stil galt als direkt und konfrontativ, was bei Fachleuten geteilte Meinungen hervorrief. Zudem engagierte er sich in der Sexualaufklärung. Seine Methode blieb in Beratung und Selbsthilfe verbreitet, wurde aber später in der klinischen Forschung weitgehend von der breiter untersuchten kognitiven Therapie überholt.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Humanist des Jahres
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.