Adolf Meyer
1866–1950
US-amerikanisch-schweizer Psychiater
Adolf Meyer – US-amerikanisch-schweizer Psychiater. Geboren wurde Meyer am 13. September 1866 in Niederweningen. Gestorben ist Meyer am 17. März 1950 in Baltimore.
Akademische Stationen
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Universität Zürich. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an University of Chicago und Cornell University.
Akademisches Netzwerk
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Constantin von Monakow verzeichnet. Zu den Schülerinnen und Schülern bzw. Promovierenden gehören Joseph Wortis und Henri Flournoy.
Preise und Akademien
Aufgenommen wurde Meyer in Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und American Psychoanalytic Association.
Warum der Name bis heute fällt
Adolf Meyer war ein Psychiater schweizerischer Herkunft und prägte die amerikanische Psychiatrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vor allem durch seine Professur an der Johns Hopkins University in Baltimore. Er vertrat die Psychobiologie: Psychische Störungen sollten als Reaktionen des ganzen Menschen auf Lebensumstände und Biografie verstanden werden, nicht als bloße Hirnerkrankungen. Dafür ließ er Lebensverläufe sorgfältig dokumentieren, etwa mit Lebensdiagrammen.
Er gilt als Förderer der Bewegung für seelische Gesundheit („mental hygiene“) und bildete viele Psychiater aus. Sein Begriff der „Reaktionstypen“ beeinflusste frühe diagnostische Systeme in den USA. Gleichzeitig war er ein früher Vermittler zwischen europäischer Psychiatrie und amerikanischer Praxis. Kritisiert wird, dass seine Konzepte vage blieben und sich schwer in Messverfahren überführen ließen. Zudem unterstützte er Maßnahmen wie die Entfernung von Infektionsherden bei psychisch Kranken, die später als wissenschaftlich haltlos galten.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
- Constantin von Monakow
Schüler und Doktoranden
- Joseph Wortis
- Henri Flournoy
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.