Richard Lynn
1930–2023
Britischer Psychologe, ehemaliger Professor der Universität von Ulster in Nordirland
Richard Lynn war britischer Psychologe, ehemaliger Professor der Universität von Ulster in Nordirland. Geboren wurde Lynn am 20. Februar 1930 in Bristol. Das Todesdatum ist der 17. Juli 2023.
Werdegang
Studiert bzw. ausgebildet wurde an University of Cambridge und King’s College. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an University of Exeter und Ulster University.
Forschungsschwerpunkte
Die Arbeitsgebiete umfassen Psychologie. Als bedeutende Werke gelten IQ and Global Inequality.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Aufgenommen wurde Lynn in Personality and Individual Differences.
Einordnung
Richard Lynn war ein britischer Psychologe, der sich mit Intelligenzunterschieden zwischen Ländern und Bevölkerungsgruppen beschäftigte. In Büchern wie „IQ and the Wealth of Nations“ und „IQ and Global Inequality“ behauptete er, nationale Durchschnittswerte der Intelligenz erklärten wirtschaftliche Unterschiede und seien weitgehend erblich bedingt. Seine Arbeiten stießen auf scharfe Kritik und stehen im Umfeld der Debatte um Rassentheorien.
Fachlich wurde ihm vorgeworfen, Daten aus kleinen, unrepräsentativen Stichproben zu verwenden, Schätzwerte zu erfinden oder zu mitteln und Einflüsse von Bildung, Gesundheit und Ernährung zu vernachlässigen. Viele Psychologinnen und Psychologen lehnen seine Schlussfolgerungen ab. Er pflegte außerdem Verbindungen zu eugenischen Organisationen, und seine Positionen führten zum Entzug von Ehrungen. Der Eintrag dient vor allem dazu, die Kritik an der Intelligenzforschung mit politischem Hintergrund einzuordnen, nicht als Quelle gesicherter Erkenntnis.
Werke
- IQ and Global Inequality
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.