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Vereinigte Staaten

Paul Cameron

geb. 1939

US-amerikanischer Psychologe

Paul Cameron – US-amerikanischer Psychologe. Die Lebensgeschichte beginnt am 9. November 1939 in Pittsburgh.

Wo gelernt und gearbeitet wurde

Die akademische Ausbildung führte an Azusa Pacific University, University of Colorado Boulder und California State University, Los Angeles. Als Arbeitgeber sind Wayne State University und University of Nebraska-Lincoln verzeichnet.

Arbeitsgebiete

Inhaltlich ging es vor allem um Psychologie.

Was von der Arbeit bleibt

Paul Cameron ist ein amerikanischer Psychologe, der in den 1980er-Jahren mit Veröffentlichungen über Homosexualität auffiel. Er behauptete unter anderem, homosexuelle Menschen hätten eine erheblich verkürzte Lebenserwartung und seien häufiger an Gewalt gegen Kinder beteiligt. Die Aussagen beruhten auf methodisch fragwürdigen Daten, etwa auf Todesanzeigen und nicht repräsentativen Befragungen, und wurden von der Fachwelt als unwissenschaftlich zurückgewiesen.

1983 schloss ihn die American Psychological Association aus. Auch andere Fachverbände distanzierten sich von seinen Veröffentlichungen. Gerichte und Wissenschaftler stellten wiederholt fest, dass seine Studien falsch zitiert und verzerrt dargestellt wurden. Trotzdem wurden seine Behauptungen in politischen Debatten verwendet. Der Fall gilt als Beispiel dafür, wie pseudowissenschaftliche Befunde mit ideologischem Hintergrund Wirkung entfalten, und er wird in der Forschungsethik als Warnung behandelt.

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.