Otto Rank
1884–1939
Österreichischer Psychoanalytiker
In der Geschichte der Psychologie taucht Otto Rank als österreichischer Psychoanalytiker auf. Die Lebensgeschichte beginnt am 22. April 1884 in Wien. Das Leben endete am 31. Oktober 1939 in New York City.
Wo gelernt und gearbeitet wurde
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Universität Wien.
Woran gearbeitet wurde
Als Fachgebiete sind Psychoanalyse angegeben.
Akademisches Netzwerk
Als Einflüsse nennt Wikidata Henrik Ibsen.
Einordnung
Otto Rank gehörte zum engeren Kreis um Sigmund Freud und arbeitete lange als dessen Mitarbeiter und Sekretär des Wiener Mittwochskreises. Sein Frühwerk „Das Trauma der Geburt“ stellte die Geburtsangst als Urerfahrung ins Zentrum psychischer Entwicklung und führte zum Bruch mit Freud und dem inneren Kreis der Psychoanalyse. Ranks Interesse galt ebenso Mythen, Literatur und künstlerischer Schöpferkraft, die er psychoanalytisch deutete; ein Beispiel ist seine Studie zum Mythos von der Geburt des Helden.
Später entwickelte er eine Therapie, die den Willen des Patienten, die Beziehung im Hier und Jetzt und eine zeitlich begrenzte Behandlung betonte. Damit wich er von der Freudschen Technik ab und beeinflusste insbesondere die amerikanische Sozialarbeit und Beratung sowie Carl Rogers und die humanistische Psychologie. Die Gewichtung der Geburtstraumatheorie gilt heute als überholt, die Idee kurzer, beziehungsorientierter Therapie wurde dagegen später breit aufgegriffen.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.