Zum Inhalt springen

Russisches Kaiserreich

Otto Juljewitsch Schmidt

1891–1956

Sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher

In der Geschichte der Psychologie taucht Otto Juljewitsch Schmidt als sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher auf. Mahiljou ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 30. September 1891. Sterbeort war Moskau, Todesdatum der 7. September 1956.

Ausbildung und Stationen

Wichtige berufliche Stationen waren Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Russische Akademie der Wissenschaften, Lomonossow-Universität, Hauptverwaltung Nördlicher Seeweg, Arktisches und Antarktisches Forschungsinstitut und Volkskommissariat für Ernährung.

Fachliche Schwerpunkte

Die Arbeitsgebiete umfassen Astronomie, Geographie, Geophysik, Psychoanalyse, Gruppentheorie und Mathematik. Als bedeutende Werke gelten Große Sowjetische Enzyklopädie, Satz von Krull-Remak-Schmidt und Nördlicher Seeweg.

Einflüsse und Nachfolger

Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Dmitri Alexandrowitsch Grawe verzeichnet. Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Wladimir Alexandrowitsch Andrunakijewitsch.

Anerkennung

Zu den Ehrungen zählen Orden des Roten Banners der Arbeit, Orden des Roten Sterns, Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“, Leninorden und Held der Sowjetunion. Mitgliedschaften bestanden in Russische Akademie der Wissenschaften und Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine.

Einordnung

Otto Schmidt war ein sowjetischer Mathematiker, Geophysiker und Polarforscher. Er leitete Expeditionen in die Arktis, war Leiter der Hauptverwaltung des Nördlichen Seewegs und Chefredakteur der Großen Sowjetischen Enzyklopädie. In der Mathematik ist er für den Satz von Krull-Remak-Schmidt aus der Gruppentheorie bekannt.

Mit Psychologie hat er nur am Rande zu tun. Er gehörte zu den frühen Förderern der Psychoanalyse in der Sowjetunion und war in den 1920er-Jahren an der Gründung der Russischen Psychoanalytischen Gesellschaft beteiligt. Eine eigene psychologische Theorie hat er nicht entwickelt. Als hoher Funktionär prägte er wissenschaftliche Institutionen seiner Zeit. Mit der Verdrängung der Psychoanalyse in der Sowjetunion ab Ende der 1920er-Jahre verlor sie auch dort ihre Bedeutung.

Lehrer und Schüler

Lehrer und Doktorväter

  • Dmitri Alexandrowitsch Grawe

Schüler und Doktoranden

  • Wladimir Alexandrowitsch Andrunakijewitsch

Werke

  • Große Sowjetische Enzyklopädie
  • Satz von Krull-Remak-Schmidt
  • Nördlicher Seeweg

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Orden des Roten Banners der Arbeit
  • Orden des Roten Sterns
  • Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“
  • Leninorden
  • Held der Sowjetunion

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.