Otto Gross
1877–1920
Österreichischer Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchist (1877-1920)
Otto Gross war österreichischer Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchist (1877-1920). Gniebing-Weißenbach ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 17. März 1877. Sterbeort war Berlin, Todesdatum der 13. Februar 1920.
Werdegang
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Universität Graz.
Woran gearbeitet wurde
Die Arbeitsgebiete umfassen Psychoanalyse.
Wer prägte wen?
Betreut wurden unter anderem Carl Gustav Jung.
Bedeutung für die Psychologie
Otto Gross war Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchist, einer der ersten Schüler Sigmund Freuds und zeitweise mit Carl Gustav Jung befreundet, der ihn auch behandelte. Er entwickelte die Psychoanalyse in eine gesellschaftskritische Richtung: Neurosen führte er auf die Unterdrückung natürlicher Impulse durch autoritäre Familien und patriarchale Gesellschaft zurück und forderte sexuelle und soziale Befreiung. Der Konflikt zwischen dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ im Menschen stand im Zentrum seiner Gedanken.
Gross lebte in Künstler- und Aussteigerkreisen, unter anderem auf dem Monte Verità bei Ascona, und beeinflusste Expressionisten, Schriftsteller wie Franz Kafka und die frühe Freud-Kritik. Er litt unter Drogenabhängigkeit und wurde mehrfach gegen seinen Willen in Kliniken eingewiesen, wogegen sich Freunde und Kollegen öffentlich einsetzten. Er starb 1920 in Berlin. Seine Schriften sind verstreut und fragmentarisch. Die Psychoanalyse erkannte seinen Beitrag lange nicht an; heute gilt er als Vorläufer einer gesellschaftskritischen Psychoanalyse.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.