Michael Balint
1896–1970
Ungarischer Psychoanalytiker
Kurz gesagt: Michael Balint war ungarischer Psychoanalytiker. Budapest ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 3. Dezember 1896. Gestorben ist Balint am 31. Dezember 1970 in London.
Akademische Stationen
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata Universität von Edinburgh, Humboldt-Universität zu Berlin und Eötvös-Loránd-Universität.
Fachliche Schwerpunkte
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Psychoanalyse.
Ehrungen
Aufgenommen wurde Balint in British Psychoanalytical Society.
Was von der Arbeit bleibt
Michael Balint war ein ungarischer Psychoanalytiker, Schüler von Sándor Ferenczi und später in London tätig. Er prägte die Objektbeziehungstheorie und beschrieb die „Grundstörung“: eine frühe Störung in der Passung zwischen Kind und Umwelt, die später zu Schwierigkeiten in Beziehungen führen kann. Seine Gedanken zur Regression in der Therapie betonten, dass manche Patienten eine Art unterstützende, nicht deutende Haltung des Therapeuten brauchen.
Weit verbreitet sind die nach ihm benannten Balint-Gruppen. Dort besprechen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig schwierige Arzt-Patienten-Beziehungen, um ihre eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie sind Teil der Ausbildung in Allgemeinmedizin und Psychosomatik. Sein Buch „Der Arzt, sein Patient und die Krankheit“ erschien 1957 und wirkt bis heute in der Medizin nach. Seine Theorie der Grundstörung ist spekulativ, die Gruppenarbeit dagegen praktisch erprobt.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.