Marie-Louise von Franz
1915–1998
Deutsche autodidaktische Tiefenpsychologin
Marie-Louise von Franz – deutsche autodidaktische Tiefenpsychologin. Die Lebensgeschichte beginnt am 4. Januar 1915 in München. Das Leben endete am 17. Februar 1998 in Küsnacht.
Ausbildung und Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Universität Zürich.
Woran gearbeitet wurde
Als Fachgebiete sind analytische Psychologie angegeben.
Akademisches Netzwerk
Betreut wurden unter anderem Arnold Mindell.
Was von der Arbeit bleibt
Marie-Louise von Franz war eine enge Mitarbeiterin von C. G. Jung und zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen der analytischen Psychologie. Sie arbeitete eng mit Jung zusammen und half ihm bei der Ausarbeitung seiner Schriften zur Alchemie. Ihr eigener Schwerpunkt war die Deutung von Märchen: Sie verstand Märchenfiguren und Motive als Ausdruck archetypischer Muster der Psyche, die sich in verschiedenen Kulturen ähneln, und zeigte, wie sie sich zur Selbsterkenntnis nutzen lassen.
Daneben schrieb sie über Träume, Zahlensymbolik und den Zusammenhang von Psyche und Materie. Sie war Mitbegründerin des C. G. Jung-Instituts in Zürich. Ihre Gedanken beeinflussten die Tiefenpsychologie, Märchenforschung und spirituell orientierte Beratung; Arnold Mindell, Begründer der prozessorientierten Psychologie, gehörte zu ihren Schülern. Aus wissenschaftlicher Sicht sind ihre Deutungen schwer überprüfbar, und der Anspruch, universelle Archetypen nachzuweisen, wird kritisch gesehen. Im Kreis der Jung-Anhänger bleibt ihr Werk jedoch eine zentrale Referenz.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
- Arnold Mindell
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.