Kurt Goldstein
1878–1965
Neurologe und Psychiater
Kurt Goldstein war Neurologe und Psychiater. Geboren wurde Goldstein am 6. November 1878 in Katowice. Gestorben ist Goldstein am 19. September 1965 in New York City.
Werdegang
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Universität Breslau. Als Arbeitgeber sind Humboldt-Universität zu Berlin, Harvard University und Goethe-Universität Frankfurt am Main verzeichnet.
Woran gearbeitet wurde
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Neurologie.
Einflüsse und Nachfolger
Als Lehrer bzw. Doktorvater ist Carl Wernicke verzeichnet.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Aufgenommen wurde Goldstein in American Academy of Arts and Sciences.
Warum der Name bis heute fällt
Kurt Goldstein war ein deutscher Neurologe und Psychiater, der bei Carl Wernicke gelernt hatte. Im Ersten Weltkrieg behandelte er Soldaten mit Hirnverletzungen und untersuchte, wie sich Ausfälle auf das gesamte Verhalten auswirken. Er kam zu dem Schluss, dass der Organismus als Ganzes auf eine Schädigung reagiert und sich neu organisiert, statt dass einzelne Funktionen isoliert ausfallen. Diese ganzheitliche Sicht verband er mit der Gestaltpsychologie.
1933 floh er vor den Nationalsozialisten und lebte später in den USA. In seinem Buch „Der Aufbau des Organismus“ führte er den Begriff der Selbstverwirklichung als grundlegende Tendenz des Lebewesens ein. Dieses Konzept übernahm Abraham Maslow und machte es zu einem Kernbegriff der humanistischen Psychologie. Auch Fritz Perls wurde von ihm beeinflusst. Goldsteins Arbeit gilt als Grundlage der Neuropsychologie und Rehabilitation, seine ganzheitliche Sicht wird jedoch teilweise als schwer überprüfbar kritisiert.
Lehrer und Schüler
Lehrer und Doktorväter
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.