Jacques-Alain Miller
geb. 1944
Französischer Psychoanalytiker
Jacques-Alain Miller ist französischer Psychoanalytiker. Geboren wurde Miller am 14. Februar 1944 in Châteauroux.
Ausbildung und Stationen
Als Ausbildungsstätten nennt Wikidata École normale supérieure, Lycée Charlemagne, Lycée Louis-le-Grand und Lycée Janson de Sailly. Beruflich tätig war Miller unter anderem an Universität Paris VIII.
Lehrer und Schüler
Weitergegeben wurde das Wissen etwa an Slavoj Žižek, Marie-Hélène Brousse und Miquel Bassols i Puig. Beeinflusst wurde das Denken von Jacques Lacan und Louis Althusser.
Einordnung
Jacques-Alain Miller ist ein französischer Psychoanalytiker und Philosoph. Er ist Schwiegersohn von Jacques Lacan und gilt als dessen wichtigster Nachlassverwalter. Miller gab die Seminare Lacans heraus, die sonst nur als Vorträge existierten, und wirkte als Herausgeber an der Verbreitung des Werks mit. Er gründete Organisationen wie die Association mondiale de psychanalyse und lehrte an der Universität Paris VIII.
Er prägte die lacanianische Psychoanalyse in Frankreich und Lateinamerika und beeinflusste Denker wie Slavoj Žižek. Seine Kommentare ordnen Lacans komplexe Theorie, etwa zu Subjekt, Sprache und Begehren. Kritisiert wird er für seinen autoritären Führungsstil in der psychoanalytischen Bewegung und für den schwer zugänglichen Stil. Auch wegen Konflikten um die Ausrichtung der Ausbildung und um Fragen der Psychotherapieregulierung in Frankreich stand er in öffentlicher Debatte. Eine eigene geschlossene Theorie ist weniger mit ihm verbunden als die Vermittlung Lacans.
Lehrer und Schüler
Schüler und Doktoranden
- Slavoj Žižek
- Marie-Hélène Brousse
- Miquel Bassols i Puig
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.