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Vereinigte Staaten

Harry Stack Sullivan

1892–1949

Psychiater

In der Geschichte der Psychologie taucht Harry Stack Sullivan als Psychiater auf. Geboren wurde Sullivan am 21. Februar 1892 in Norwich. Sterbeort war 1. Arrondissement von Paris, Todesdatum der 14. Januar 1949.

Wo gelernt und gearbeitet wurde

Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen University of Chicago und Cornell University. Wichtige berufliche Stationen waren University of Maryland, College Park.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Als Mitglied ist Sullivan bei William Alanson White Institute verzeichnet.

Der Beitrag zum Fach

Harry Stack Sullivan war ein amerikanischer Psychiater, der die interpersonelle Theorie der Psychiatrie begründete. Nach seiner Auffassung entsteht Persönlichkeit nicht allein im Inneren, sondern in Beziehungen zu anderen: Das Selbst bildet sich aus den Erfahrungen, die Menschen in wichtigen Bindungen machen, und Angst, die in diesen Beziehungen entsteht, formt das Verhalten. Psychische Störungen verstand er als Störungen im Umgang mit anderen Menschen.

Sullivan arbeitete mit Patienten mit Schizophrenie, unter anderem in der Klinik Sheppard Pratt, und betonte, dass Therapeuten als „teilnehmende Beobachter“ mit Patienten in Beziehung stehen. Seine Ideen wirkten auf die Sozialpsychiatrie, die Neopsychoanalyse und die Interpersonelle Psychotherapie, die später entstand. Er hinterließ viele Vorlesungen, die nach seinem Tod als Bücher erschienen und wegen ihrer eigenwilligen Sprache schwer zu lesen sind. Empirisch wurde seine Theorie wenig geprüft, ihre Grundidee ist aber verbreitet.

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.