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Frankreich

Gustave Le Bon

1841–1931

Französischer Mediziner, Anthropologe, Psychologe, Soziologe und Erfinder

Gustave Le Bon war französischer Mediziner, Anthropologe, Psychologe, Soziologe und Erfinder. Geboren wurde Bon am 7. Mai 1841 in Nogent-le-Rotrou. Gestorben ist Bon am 13. Dezember 1931 in Paris.

Akademische Stationen

Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Sorbonne Universität von Paris und Medizinische Fakultät in Paris.

Fachliche Schwerpunkte

Bekannte Werke sind Psychologie der Massen.

Einflüsse und Nachfolger

Beeinflusst wurde das Denken von Bénédict Augustin Morel.

Preise und Akademien

Für das Werk gab es Großoffizier der Ehrenlegion. Als Mitglied ist Bon bei Société d’anthropologie de Paris verzeichnet.

Der Beitrag zum Fach

Gustave Le Bon war Arzt, Anthropologe und Autor. Mit seinem Buch „Psychologie der Massen“ von 1895 begründete er die Massenpsychologie. Er beschrieb, wie Menschen in großen Gruppen ihr individuelles Urteil teilweise verlieren: Es entsteht eine „Massenseele“, in der Gefühle sich schnell verbreiten, Suggestion und Nachahmung wirken und Verantwortung schwindet. Mehr dazu im Eintrag Psychologie der Massen.

Das Buch wurde von Politikern, Werbefachleuten und Wissenschaftlern gelesen. Sigmund Freud bezog sich in „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ auf Le Bon, und die Erforschung von Deindividuation und Gruppenverhalten knüpft an ihn an. Zugleich ist sein Werk stark kritisiert worden: Es beruht auf Beobachtung und Anekdoten statt auf systematischer Forschung, zeichnet Massen vorwiegend negativ und enthält rassistische Annahmen. Die moderne Sozialpsychologie sieht kollektives Verhalten differenzierter und betont, dass Gruppen auch rational und solidarisch handeln können.

Werke

  • Psychologie der Massen

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Großoffizier der Ehrenlegion

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.