Géza Róheim
1891–1953
Ungarisch-amerikanischer Psychoanalytiker und Autor
Géza Róheim – ungarisch-amerikanischer Psychoanalytiker und Autor. Die Lebensgeschichte beginnt am 12. September 1891 in Budapest. Das Leben endete am 7. Juni 1953 in New York City.
Akademische Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Eötvös-Loránd-Universität und Fasori Evangélikus Gimnázium. Beruflich tätig war Róheim unter anderem an Eötvös-Loránd-Universität.
Woran gearbeitet wurde
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Psychoanalyse und Ethnologie.
Einordnung
Géza Róheim war ein ungarisch-amerikanischer Psychoanalytiker und Ethnologe. Er gilt als Begründer der psychoanalytischen Ethnologie. Auf Forschungsreisen, unter anderem nach Zentralaustralien, untersuchte er mit Hilfe von Freuds Theorie Mythen, Rituale und Träume der dort lebenden Gruppen. Er führte einer der ersten ethnologischen Feldforschungen durch, die von einem Psychoanalytiker ausgingen.
Róheim vertrat die Auffassung, dass Kultur auf frühen Konflikten der Kindheit beruht, etwa auf der langen Abhängigkeit des Menschenkindes von den Eltern. Damit stellte er sich gegen Vertreter, die kulturelle Besonderheiten betonten. Seine Thesen wurden von Ethnologen vielfach kritisiert, weil sie universelle psychoanalytische Deutungen auf sehr verschiedene Gesellschaften übertrugen. Dennoch trug er dazu bei, Psychoanalyse und Kulturanthropologie ins Gespräch zu bringen. Er lebte zuletzt in New York.
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.