Fritz Heider
1896–1988
Österreichisch-US-amerikanischer Psychologe
Fritz Heider war österreichisch-US-amerikanischer Psychologe. Wien ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 19. Februar 1896. Sterbeort war Lawrence, Todesdatum der 2. Januar 1988.
Ausbildung und Stationen
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Universität Graz. Wichtige berufliche Stationen waren University of Kansas.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Zu den Ehrungen zählen Guggenheim-Stipendium und Ehrendoktorat der Universität Graz. Aufgenommen wurde Heider in American Academy of Arts and Sciences.
Bedeutung für die Psychologie
Fritz Heider gilt als Begründer der Attributionstheorie. In seinem Buch „The Psychology of Interpersonal Relations“ von 1958 beschrieb er, dass Menschen das Verhalten anderer und ihr eigenes ständig nach Ursachen befragen und dabei zwischen inneren Faktoren wie Eigenschaften und Absichten und äußeren wie Umständen unterscheiden. Diese „naive Psychologie“ des Alltags prägte die Sozialpsychologie. Spätere Forscher wie Harold Kelley und Bernard Weiner bauten die Theorie aus und fanden systematische Verzerrungen bei diesen Zuschreibungen.
Außerdem entwickelte er die Balancetheorie, nach der Menschen nach ausgewogenen Beziehungen zwischen Personen und Einstellungen streben, und sie bildete eine Vorstufe der kognitiven Dissonanz. Bekannt ist auch das Heider-Simmel-Experiment von 1944, in dem Versuchspersonen einem Film mit bewegten geometrischen Formen Absichten und Persönlichkeiten zuschrieben. Heider kam aus der Wiener und Grazer Tradition der Gestaltpsychologie und lehrte später in den USA. Sein Einfluss auf die moderne Sozialpsychologie ist groß.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Guggenheim-Stipendium
- Ehrendoktorat der Universität Graz
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.