Eugène Minkowski
1885–1972
Französischer Psychiater
In der Geschichte der Psychologie taucht Eugène Minkowski als französischer Psychiater auf. Die Lebensgeschichte beginnt am 17. April 1885 in Sankt Petersburg. Gestorben ist Minkowski am 15. November 1972 in 7. Arrondissement von Paris.
Ausbildung und Stationen
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen Ludwig-Maximilians-Universität München.
Arbeitsgebiete
Als bedeutende Werke gelten Schizophrenia Research.
Einflüsse und Nachfolger
Beeinflusst wurde das Denken von Karl Jaspers.
Ehrungen
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Ritter der französischen Ehrenlegion.
Warum der Name bis heute fällt
Eugène Minkowski war ein Psychiater russisch-polnischer Herkunft, der in Frankreich arbeitete. Er verband die Psychiatrie mit der Phänomenologie und der Philosophie Henri Bergsons. In „La schizophrénie“ von 1927 beschrieb er als Kern der Erkrankung den Verlust des „vitalen Kontakts mit der Wirklichkeit“: Betroffene hätten den natürlichen Bezug zur Umwelt und zur Zeit verloren und kompensierten dies durch Rationalismus und Geometrie, ein Phänomen, das er „morbider Rationalismus“ nannte.
Er untersuchte außerdem das Erleben von Zeit bei psychisch Kranken, etwa bei Depression, wo die Zeit als stillstehend erlebt werden kann. Diese Beschreibungen beeinflussten die phänomenologische Psychiatrie, zum Beispiel Ludwig Binswanger. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte er sich in Frankreich in der Rettung jüdischer Kinder. Seine Theorien sind eher beschreibend und wurden empirisch kaum geprüft, doch viele Beobachtungen zur Zeiterfahrung sind bis heute Grundlage der Psychopathologie.
Werke
- Schizophrenia Research
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Ritter der französischen Ehrenlegion
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.