Erich Neumann
1905–1960
Deutsch-israelischer Psychologe und Psychoanalytiker
In der Geschichte der Psychologie taucht Erich Neumann als deutsch-israelischer Psychologe und Psychoanalytiker auf. Berlin ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 23. Januar 1905. Sterbeort war Tel Aviv-Jaffa, Todesdatum der 5. November 1960.
Werdegang
Studiert bzw. ausgebildet wurde an Humboldt-Universität zu Berlin und Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Fachliche Schwerpunkte
Inhaltlich ging es vor allem um Psychologie.
Wer prägte wen?
Beeinflusst wurde das Denken von Carl Gustav Jung.
Einordnung
Erich Neumann war ein Schüler Carl Gustav Jungs und einer der wichtigsten Vertreter der analytischen Psychologie. Er praktizierte in Tel Aviv und arbeitete über Archetypen und Mythen. In seinem Hauptwerk „Ursprungsgeschichte des Bewusstseins“ von 1949 beschrieb er die Entwicklung des Bewusstseins in der Geschichte der Menschheit und in der Entwicklung des Einzelnen entlang mythischer Bilder, etwa Urschlange, Große Mutter und Heldenkampf.
Weitere Werke befassen sich mit der Großen Mutter als Archetyp, mit der Psychologie des Weiblichen und mit der Beziehung zwischen Ich und Selbst. Neumann gilt als Weiterentwickler Jungs, der dessen Gedanken systematisierte und in Entwicklungsstufen ordnete. Wissenschaftlich sind seine Aussagen schwer überprüfbar, und der Vergleich der individuellen Entwicklung mit der Menschheitsgeschichte gilt als überholt. In Tiefenpsychologie, Religionswissenschaft und Kunsttheorie wirkt sein Werk dennoch nach.
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.