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Schweiz

Arno Gruen

1923–2015

Deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker (1923–2015)

Arno Gruen – deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker (1923–2015). Berlin ist der Geburtsort; das Geburtsdatum ist der 26. Mai 1923. Sterbeort war Zürich, Todesdatum der 20. Oktober 2015.

Akademische Stationen

Die akademische Ausbildung führte an New York University. Wichtige berufliche Stationen waren Rutgers University.

Arbeitsgebiete

Inhaltlich ging es vor allem um Psychologie, Psychoanalyse und kreatives und professionelles Schreiben.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Geschwister-Scholl-Preis.

Bedeutung für die Psychologie

Arno Gruen war ein deutsch-schweizerischer Psychoanalytiker und Autor. Er verstand sich als Kritiker einer Gesellschaft, die Gehorsam und Anpassung belohnt. In Büchern wie „Der Wahnsinn der Normalität“ und „Der Verrat am Selbst“ argumentierte er, dass Kinder, die ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse unterdrücken müssen, um Liebe zu erhalten, sich später mit den Mächtigen identifizieren und Aggression gegen Schwächere richten. Er sah darin eine Wurzel von Gewalt, Autoritätshörigkeit und Destruktivität.

Zentral war für ihn die Empathie als Gegenkraft: Wer mit sich selbst in Kontakt bleibe, könne auch mit anderen mitfühlen. Er wandte sich gegen eine Psychologie, die Anpassung als Gesundheit versteht. Seine Gedanken beeinflussten die Diskussion über Erziehung, Gewalt und Politik und erreichten ein breites Publikum. Fachlich wird bemängelt, dass seine Thesen kaum empirisch geprüft sind und Zusammenhänge stark verallgemeinert werden. Sie sind verwandt mit Positionen von Alice Miller und der Kritik an autoritärer Erziehung.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Geschwister-Scholl-Preis

Verwandte Köpfe

Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.