Anne Marie Treisman
1935–2018
Britisch-US-amerikanische Kognitionspsychologin
Anne Marie Treisman – britisch-US-amerikanische Kognitionspsychologin. Die Lebensgeschichte beginnt am 27. Februar 1935 in Wakefield. Gestorben ist Treisman am 9. Februar 2018 in Manhattan.
Werdegang
Zu den Hochschulen der Ausbildung zählen University of Cambridge, Somerville College und Newnham College. Gearbeitet wurde unter anderem bei bzw. an Princeton University.
Arbeitsgebiete
Fachlich lag der Schwerpunkt auf Psychologie.
Anerkennung
Ausgezeichnet wurde die Arbeit unter anderem mit Fellow of the Royal Society, Golden Brain Award, Grawemeyer Awards, National Medal of Science und William James Fellow. Mitgliedschaften bestanden in Royal Society, National Academy of Sciences und American Academy of Arts and Sciences.
Bedeutung für die Psychologie
Anne Treisman war eine Kognitionspsychologin, die die Aufmerksamkeitsforschung entscheidend prägte. In ihrer frühen Arbeit schlug sie ein Modell der selektiven Aufmerksamkeit vor, die Dämpfungstheorie: Nicht beachtete Informationen werden nicht vollständig ausgefiltert, sondern abgeschwächt und können bei Bedeutsamkeit, etwa dem eigenen Namen, dennoch ins Bewusstsein gelangen. Damit verfeinerte sie die Filtermodelle von Donald Broadbent.
Berühmt wurde sie für die Merkmalsintegrationstheorie. Sie besagt, dass einfache Merkmale wie Farbe oder Orientierung zunächst parallel und automatisch erfasst werden, während die Verbindung dieser Merkmale zu einem Objekt Aufmerksamkeit braucht. Dies erklärt, warum die Suche nach einem einzelnen auffälligen Merkmal schnell gelingt, die Suche nach Kombinationen dagegen länger dauert, und führt zum sogenannten Bindungsproblem. Ihre Experimente zur visuellen Suche wurden vielfach wiederholt und weiterentwickelt, auch wenn Teile der Theorie heute differenzierter gesehen werden.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
- Fellow of the Royal Society
- Golden Brain Award
- Grawemeyer Awards
- National Medal of Science
- William James Fellow
Verwandte Köpfe
Quelle: Wikidata (CC0) · Weiterlesen: Wikipedia (de) · Stand 21. Oktober 2026 · Redaktion Geistmagazin. Korrektur melden.